Inwiefern ist TUQTULI gerade jetzt relevant?

Eine inter­na­tio­nal ver­ständ­li­che, visu­el­le Spra­che wird heu­te viel­leicht drin­gen­der gebraucht als je zuvor.

Wir leben in einer Zeit bedeu­ten­der Her­aus­for­de­run­gen und grund­le­gen­der Transformationen.

Welt­weit herrscht Unsi­cher­heit. Lei­der bringt uns das nicht näher zusam­men, son­dern die Grä­ben zwi­schen den Men­schen ver­tie­fen sich. Vie­le sind sprach­los. Vie­len fällt es schwer, sich ein­an­der zu öff­nen und (viel­leicht zum ers­ten Mal) auf­ein­an­der zuzugehen.

In vie­len Natio­nen ist Demo­kra­tie wie­der bedroht.

Vie­le Natio­nen erle­ben Strö­me von Geflüch­te­ten und Migrant*innen, die nicht nur ihre Bedürf­nes­se mit­brin­gen, son­dern auch ande­re Kul­tu­ren und mit die­sen unver­trau­te Wer­te und Sprachen.

In jüngs­ter Zeit erfah­ren alle posi­ti­ven Bewe­gun­gen wie Inklu­si­on, Par­ti­zi­pa­ti­on, Gleich­be­rech­ti­gung et cete­ra – kurz: prak­ti­zier­te Mensch­lich­keit – hef­ti­gen Gegenwind.

Welt­weit kön­nen 13 Pro­zent der Men­schen im Alter von 15 Jah­ren und älter nicht lesen und schrei­ben. Zwei Drit­tel davon sind Frauen.

Über 7.000 Spra­chen wer­den welt­weit gespro­chen – über­wie­gend mit Men­schen aus der eige­nen sozia­len Bubble. Zu nur unge­fähr 250 Spra­chen gibt es Über­set­zungs-Apps. Um die­se zu ver­wen­den braucht es ent­spre­chen­de Gerä­te. Und die­se wie­der­um funk­tio­nie­ren nur, wenn es Elek­tri­zi­tät und Inter­net gibt. Sprach-unab­hän­gi­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on ist bis heu­te ein Menschheitstraum.

Welt­weit wer­den die Kul­tu­ren klei­ne­rer Grup­pen und Län­der von denen der grö­ße­ren auf­ge­schluckt – beson­ders vom glo­ba­len Wes­ten. Linguist*innen sagen vor­aus, dass min­des­tens 50 Pro­zent aller Spra­chen unse­rer heu­ti­gen Welt noch in die­sem Jahr­hun­dert aus­ster­ben werden.

All das kön­nen wir nur gemein­sam als Mensch­heit ange­hen. Wie gut wir uns ver­ste­hen wird dabei von wesent­li­cher Bedeu­tung sein. Wie kann TUQ­TU­LI unter die­sen Umstän­den zu einer bes­se­ren Zukunft beitragen?

Mehr als in sei­ner Anwen­dung liegt die Rele­vanz des TUQ­TU­LI Pro­jekts ver­mut­lich in dem damit ein­her­ge­hen­den Aus­tausch. Die­ser könn­te für mehr gegen­sei­ti­ges Ver­ste­hen und Ver­ständ­nis sor­gen. Und das könn­te wie­der­um letzt­lich Demo­kra­tie stär­ken und zum Welt­frie­den beitragen.