Tuqtuli erleichtert die Verständigung zwischen Menschen, die nicht dieselbe Sprache sprechen. Tuqtuli addressiert drängende globale Probleme und Herausforderungen. Unser heutiges Leben könnte in mehrfacher Weise davon profitieren.
Weltweit kann TUQTULI dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und Gräben zu überbrücken. Es fördert den Dialog und den gegenseitigen Respekt. Es schafft einen sicheren Raum, in dem man voneinander lernen und sich austauschen kann. Das tut es mit einer Beiläufigkeit, die die Teilnehmenden vergessen lässt, dass hinter dem Vergnüglichen etwas Profunderes geschieht. Dass sie sich für die Sicht-Weisen anderer öffnen.
Ein Gefühl von Verbundenheit ist essentiell menschlich. Bei TUQTULI geht es um das Herausfinden von Gemeinsamkeiten. TUQTULI stellt für alle Beteiligten Neuland dar. Erfahrung hilft, aber jede neue Begegnung bringt wieder Neues ins Spiel. Das Erleben von Ebenbürtigkeit hat etwas Verbindendes.
Zeichen scheinen zunächst ein kleiner gemeinsamer Nenner zu sein. Sie erweisen sich jedoch als einfaches und pluripotentes Mittel für einen lebendigen Vergleich von Ländern, Kulturen, Sprachen, Lebenswelten und Haltungen. Zeichen ermöglichen Begegnungen auf einer Ebene, die für alle gleichermaßen neu ist. Teilnehmende erleben einander durch dieses neuartige Kommunikationsprinzip auf ungewohnte Weise, denn sie bedeutet für beide, aus der Reserve zu kommen.
TUQTULI ist hoch inklusiv. Dieses Projekt ist social design at it’s best, weil alle gefragt sind. Weil es etwas mit unserer Art des Umgangs miteinander macht. Als visuelles Vokabular für ein globales Kommunikationsprinzip wollen Zeichen von so vielen und verschiedenen Menschen wie möglich erschaffen und beigetragen werden. Überdies stellen sie immaterielles Kulturerbe dar. Dabei will TUQTULI vor allem diejenigen sichtbar machen, die in der Gesellschaft notorisch übersehen werden: die Armen, Prekären, Jungen, Alten, Migrant*innen und Menschen mit Beeinträchtigungen aller Art. Für jene schafft es ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu ihren Städten und Gemeinschaften. Tuqtuli rückt die nicht-westlichen, armen, kleinen Länder und wenig gesprochenen Sprachen ins Licht. Sowohl in Workshops als auch im Fortschreiten des Projekts bringt TUQTULI (Zeichen von) Menschen unterschiedlicher Welten zusammen.
TUQTULI macht Demokratie nahbar. Beteiligung am Werden eines größeren Ganzen wird zu einer lebendigen Erfahrung. Es regt die Teilnehmenden dazu an, ihre Perspektiven und Erkenntnisse austauschen. Sie sind hier gleichberechtigte Mitgestalter*innen und Tester*innen eines visuellen Vokabulars und einer Piktogrammatik.
Sowohl Geflüchtete und Migrant*innen als auch die, die mit diesen arbeiten – Ärzt*innen, Lehrer*innen, Mitarbeitende humanitärer Organisationen – werden in TUQTULI ein brauchbares Tool finden, um Bedürfnisse und Möglichkeiten zu erörtern.
Menschen, die nicht (gut) lesen können, könnten durch Botschaften in TUQTULI Medikamente autark einnehmen, Mahlzeiten selbstständig zubereiten, Post vom Amt inhaltlich einordnen und vieles mehr.
Piktographische Sprachen existieren bereits. Einige von ihnen werden von Menschen mit Sprachschwierigkeiten und zum Sprachen lernen verwendet. Im Gegensatz zu diesen braucht jedoch für TUQTULI-Konversationen niemand Vokabeln und Grammatik zu lernen. Niemand ist in TUQTULI-Dialogen darauf beschränkt, nur die angebotenen Zeichen zu verwenden. Eigene, neue Zeichen können jederzeit einfließen. Das Gleiche gilt für eine individuelle Logik bei der Aneinanderreihung von Zeichen.
Wir denken normalerweise nicht darüber nach, aber manchmal ist Kommunikation schwierig. Zum Beispiel, wenn ein gemeinsames Verständnis von Begriffen oder sogar eine gemeinsame Sprache fehlen. Dann erleben wir erfolgreiche Kommunikation als höchst befriedigend. Ich weiß, was Du meinst, Du weißt, was ich meine. Prima!
Als neue visuelle Weltsprache könnte TUQTULI Völkerverständigung in einem noch nicht dagewesenen Maß ermöglichen. Letztlich könnte es zu mehr Frieden auf diesem Planeten beitragen.