TUQTULI nutzt erstmalig Schwarmintelligenz zur Entwicklung einer Sprache – und das im größten denkbaren Maßstab. Noch nie zuvor wurden Menschen aus aller Welt zur Zusammenarbeit eingeladen. Im Gegensatz zu anderen Sprachen braucht es nicht gelernt zu werden. Mehr noch als eine Sprache ist es eigentlich ein Kommunikationsprinzip und stete Transformation ist seine Natur.
Weltweit werden über 7.000 Sprachen gesprochen – meist innerhalb der eigenen »Bubble«. Miteinander kommunizieren zu können, ohne dieselbe Sprache zu sprechen, blieb bislang ein Menschheitstraum.
Verständigung mittels aneinandergereihter Bildzeichen wurde von allen frühen Kulturen praktiziert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchte diese Idee wieder auf. Heute lernen wir, unzählige Piktogramme, Symbole, Icons und Logos zu verstehen. Halbbewusst reihen wir bereits Emojis aneinander. Eine gute Voraussetzung, um gemeinsam eine Weltsprache zu erschaffen, die aus aneinandergereihten Zeichen unserer Zeit besteht.
Von Einzelpersonen entwickelte piktographische Sprachen blieben bislang erfolglos, weil der Anreiz, sie zu lernen und zu verwenden, zu gering war. Schließlich sind alle lebenden Sprachen das Werk vieler. Das brachte Juli auf die Idee, Schwarmintelligenz zu nutzen.
Je mehr eine Sprache verwendet und angereichert wird, desto verständlicher wird sie. Darum sind Menschen aus den unterschiedlichsten Soziotopen, Branchen, Generationen, Sprachen und Kulturen als Designer und Tester willkommen. Das ist ein Bottom-up-Ansatz, den es so noch nicht gab: partizipativ, integrativ und regional differenziert. Hier geht es um Gestaltung mit, nicht für Menschen, in heterogenen Gruppen und transdisziplinär. Grenz- und disziplinübergreifende Kreativität könnte ganz neue Ebenen erreichen.
Sprache ist durch und durch lebendig. Sie entwickelt sich stetig weiter. Konstante Transformation ist entsprechend ein integraler Teil von TUQTULI. Es ist darauf angelegt, ein selbstläufendes und selbstlernendes System zu werden.
Während Sprachen gelernt werden müssen, ist das bei TUQTULI nicht erforderlich. Insofern ist TUQTULI eher ein Kommunikationsprinzip als eine Sprache.
Dass es kein festgeschriebenes visuelles Vokabular gibt, macht TUQTULI einzigartig. Es gibt auch keine »korrekte« Art, es zu verwenden. Stattdessen werden immer neue Zeichen und piktogrammatikalische Ansätze entwickelt: intuitiv, erfahrungsbasiert, basisdemokratisch.